Album: Seven

Seven ist das Album, das seine Karten nicht sofort aufdeckt. Es beginnt mit einem Geheimnis: dass man das eigene Glück immer erst im Nachhinein begreift und nie festhalten kann (I Have Never Told You). Dann Truth: eine Tanzaufforderung im rasenden 7/8tel Takt – wer mitzählt, verliert; wer loslässt, gewinnt. Dream folgt im selben Takt, aber in Zeitlupe – ein verträumtes Stringarrangement führt in die Sehnsucht nach Liebe und Zuwendung. Simple Sadness beschreibt den zähen Versuch, sich aus einer Depression und einer festgefahrenen Beziehung herauszuarbeiten. One False Move treibt Gitarre und Bass synchron und wuchtig voran – der Sturm als Metapher für Menschen, die eine Person so lange herumwerfen, bis sie glaubt, sich anpassen zu müssen, um beziehungsfähig zu sein. Sing the Line stellt die große Frage: Was tragen wir aus der Vergangenheit ins Heute – und hat das noch Bedeutung? Break the Silence antwortet als einziger Instrumentalsong des Albums: rockig, ohne Worte, direkt. Loop kreist um den inneren Sturm, der Beziehungen zerstört – immer wieder: Our lives – are they loops? Und dann: Geburtstagsliedchen. Weil dieses Album es verdient hat, dass man am Ende doch noch schmunzeln kann.