The Perhaps – Weil "Vielleicht" manchmal das Beste ist, was man sagen kann
Vielleicht war es Faulheit. Vielleicht Weisheit. Vielleicht beides.
Sicher ist: Der Name sitzt wie angegossen. Denn The Perhaps stehen seit fast 25 Jahren für genau diese Haltung – offen für alles, festgelegt auf nichts. Rock? Perhaps. Funk? Perhaps. Ein bisschen Punk, eine Prise Pop, ein Hauch Neue Deutsche Welle, psychedelische Harmonien und punkig-freche Sprechgesänge? Auf jeden Fall The Perhaps.
Die Band hat in dieser Zeit mehrere Alben veröffentlicht, Bühnen bespielt und sich in der Produktion eigener Songs – selbst komponiert, selbst arrangiert, in deutscher und englischer Sprache – zunehmend professionalisiert. Ganz ohne den Hobbygedanken jemals aus den Augen zu verlieren. Denn bei The Perhaps geht es nicht um Perfektion. Es geht um Leidenschaft, Humor und die Fähigkeit, im richtigen Moment den richtigen Ton zu treffen – oder zumindest einen verdammt interessanten.
2024 kam die Querflöte dazu. Was zunächst klingt wie die Pointe eines schlechten Musikerwitzes, entpuppte sich als konsequente Erweiterung des Bandsounds: Die fünfköpfige Formation aus Querflöte, Gesang, Keyboard, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug entwickelte gemeinsam das Album „Deutsche Befindlichkeiten" – satirisch, direkt und mit einem Augenzwinkern auf gesellschaftskritischem Terrain. Wer The Perhaps live erlebt, etwa auf der Bühne des Jazzkellers Krefeld, weiß: Hier spielt eine Band, die nach 25 Jahren noch genauso Bock hat wie am ersten Abend. Perhaps sogar mehr.
Welche Version der Bandgeschichte stimmt? Perhaps alle. Perhaps keine. Die Band lässt das bewusst offen. Nur eines ist sicher: Wenn The Perhaps spielen, ist es auf keinen Fall egal.